Grafikdesign

Was macht ein gutes Logo aus?

Ein Logo ist ein fundamental wichtiger Bestandteil des Außenauftritts jeder Firma. Es bildet den Grundstein für  das Corporate Design und versucht auf wenig Platz, Identität und Image zu verkörpern. Eine Logoentwicklung ist daher nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und fordert jeden Grafiker heraus.

„Ein Logo ist dann gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann.“ hat Kurt Weidemann (Typograph und Gestalter) treffend beschrieben. Es soll im Gedächtnis bleiben, aber so einfach gehalten sein, dass es auch auf Geschäftspapieren, Website und Co. gut aussieht.

Logos sind bekanntermaßen Trends unterworfen. Jedes Jahr werden die ständig wechselnden mega gehypten Designtrends im Netz celebriert. Für neue Inspiration sorgen diese Logotrends allemal, doch ein gutes Logo sollte vor allem eins: Zum Kunden passen und auch ein paar Jahre vorzeigbar bleiben. Um das zu erreichen, sollte ein Logo einigen Grundregeln entsprechen:

 

Die hohen Gebote des Logodesigns:

1) Simplicity first!

Sicher kann man sich bei einem Logodesign auslassen bis zum Umfallen. Aber wie man am guten Beispiel einer großen Firma sehen kann, reichen oftmals schon 3 Streifen für großen Erfolg. (KISS-Prinzip: Keep It Short and Simple.)

 

2) Prägnante Formen

Im heutigen Logo-Dschungel ist es wichtig dem Logo eine einprägsame, aber einfache Form zu geben. Weniger ist beim Logo-Design oftmals mehr (siehe oben). Zu beachten ist hier noch, dass es sehr empfehlenswert ist, vorher zu recherchieren, ob das gewünschte Logo eventuell zu nah an der Konkurrenz ist oder das Markenrecht verletzt.

 

3) Reproduzierbarkeit

Das Logo muss in allen Formen reproduzierbar sein. - Also auch miniminimini klein sollte man das Logo noch erkennen können. Es heißt: Kannst du dein Logo faxen, kannst du es überall und für alles verwenden. Vor allem sehr feine Linien, feingranulare Details oder Leuchtfarben sind im Druck oft ein Problem. Das Logo außerdem so entwickelt werden, dass im Hauptanwendungsbereich des Kunden einfach reproduzierbar ist, z.B. wünscht der Kunde viele Schaufensterbeklebungen, sollte das Logo auch plottbar sein.

 

4) Farbseriosität

 Das Logo sollte nicht unbedingt alle Farben des Farbspektrums beinhalten. Sicher kann das Logo farbenfroh gestaltet sein, aber auch hier gilt: weniger ist oft mehr.

 

5) Schriften - ein schwieriges Thema...

Schriften sollten eigentlich kein schwieriges Thema sein, denn es sollte idealerweise nur eine Schriftart im Logo verwendet werden. Dennoch sehen wir häufig wilde Schriftmischungen, die Individualität vermitteln sollen. Unsere Empfehlung: Der Kunde sollte sich auf eine Schrift beschränken und diese sollte zu seinem Unternehmen passen. Ein Bauunternehmer wird durch elfenhaft zarte und geschwungene Letter im Logo vielleicht nicht richtig repräsentiert.

 

6) Sei zeitlos 

Das oberste Gebot des Logodesign ist: die Gestaltung sollte zeitlos sein. Das kollidiert zwar oft mit den tagesaktuellen Designtrends, ist aber dennoch bedenkenswert.  Zumindest, wenn das Unternehmen des Kunden nicht unbedingt vorhat, jährlich das Corporate Design zu wechseln. Wichtig ist einen gesunden Mittelweg zu finden: Ein Logo kann zeitlos sein UND sehr modern wirken. Hier ist das Können des Grafikers gefragt.

 

Zum Weiterlesen:

http://www.logo-pogo.de/7-punkte-die-beim-logo-design-beachtet-werden-sollten/238

http://t3n.de/news/10-vermeidbare-logo-design-fehler-605752/

http://www.designtagebuch.de